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BIM Standards

Während international BIM in der Baubranche eine hohen Stellenwert einnimmt, hinkt man hierzulande noch deutlich hinterher.

  • Als Vorreiter gelten in Europa Großbritannien, die Niederlande und der skandinavische Raum. Die Verwendung liegt bereits bei 30 bis 50 %. Hier ist hauptsächlich die öffentliche Hand die treibende Kraft, welche BIM-Projekte fordert.
  • Im deutschsprachigen Raum werden nur etwa 10 bis 12 % der Projekte mit BIM abgewickelt.

In Österreich gibt es die ÖNORM A 6241-2: 2015 07 01: Digitale Bauwerksdokumentation – Teil 2: Building Information Modeling (BIM) – Level 3-iBIM. Diese ÖNORM beschäftigt sich mit den Definitionen von Strukturen, welche den Austausch bzw. die Zusammenarbeit mit digitalen Gebäudemodellen betreffen - sowohl von grafischen als auch von Metadaten.

Hierfür wurde ein Merkmalserver entwickelt, auf welchem die Eigenschaften von Bauteilen und Materialien gesammelt, standardisiert und den Planungsphasen zugeordnet wurden. Die entsprechenden Daten wurden mit einem bSDD-GUID (buildingSMART Data Dictionary – bsdd.buildingsmart.org) versehen - einer weltweit eindeutigen Kombination aus Buchstaben und Zahlen, die ermöglicht, dass Eigenschaften sprachenunabhängig ausgetauscht werden. 

Das Datenmodell soll mit dem Datenschema „Industry Foundation Classes“ (IFC) zwischen den einzelnen Beteiligten mit ihren proprietären Software-Anwendungen ausgetauscht werden.  Dieses Datenschema umfasst Informationen aller am Bauprojekt mitwirkender Disziplinen über dessen gesamten Lebenszyklusses. Die IFC ist seit dem Release IFC4 ein offizieller ISO-Standard - ISO 16739:2013.

BIM Initiativen in Europa


Die CEN/TC 442 Building Information Modeling (BIM) befindet sich in der Entstehung und beinhaltet die europaweite Standardisierung im Bereich BIM bzgl. Definitionen, Beschreibungen, Austausch, Überwachung und Aufzeichnung von Daten und deren Prozessen.

In Deutschland bietet die DIN SPEC 91400: 2015-01: Building Information Modeling (BIM) – Klassifikation nach STLB-Bau Die DIN SPEC 91400 ein einheitliches Klassifikations- und Beschreibungssystem für BIM-Objekte wie Wände, Fenster oder Sanitärausstattungen mit Verbindung zum Standardleistungsbuch für das Bauwesen (STLB-Bau).

Im Stufenplan des deutschen BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) wird der Weg zur Anwendung des digitalen Planens, Bauens und Betreibens dargestellt. In einem Konzept wird der zeitliche Ablauf und die Mindestkriterien für ein erstes Leistungsniveau der Methode „Building Information Modeling“ beschrieben. Nach einer Vorbereitungs- und Pilotphase soll BIM ab 2020 für alle neu zu planenden Projekte des deutschen BMVI eingesetzt werden.

Quelle: BIM Broschüre: Building Information Modeling, Wirtschaftskammer Österreich - Geschäftsstelle Bau

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09.01.2019

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