Die Highlights von ABK8-V8.2b

Neuerungen in der AVA

In allen AVA-relevanten ABK-Bausteinen - also ABK-LV/AN, ABK-PR, ABK-BA und ABK-LB - wird nun flächendeckend die aktuelle ÖNORM A2063:2021-1 unterstützt.

Somit werden nun alle neuen Anwendungsfälle, die durch diese Normausgabe ermöglicht werden, abgedeckt. Einen Auszug davon finden Sie in den nächsten Punkten.

Selbstverständlich werden auch die älteren Normen A2063:2009-2015 und B2062/B2063 weiterhin unterstützt.

Im Demoprojekt "DEMO ABK" finden Sie mit dem LV "DEMO A2063-2021" eine Darstellung der in dieser Norm neuen Features.

Die ÖNORM A2063:2021-1 erlaubt hinsichtlich des Mehrfachverwendungskennzeichens eine weitaus größere Flexibilität als bislang. Neben Zahlen von 1 bis 9 sind nun auch Buchstaben von A bis Z möglich.
Auch für das Kennzeichen der Garantierten Angebotssumme gibt es nun erweiterte Großzügigkeiten. Bislang war hierfür bloß "G" erlaubt, gemäß der ÖNORM A2063:2021-1 stehen nun aber auch alle anderen Buchstaben des Alphabets zur Auswahl.

Die ÖNORM A2063:2021-1 erlaubt nun auch das Arbeiten mit Parametern und Bedingungen in Mengenermittlungen, bspw. von Positionsmengen oder Artikelmengen in Kalkulationsansätzen.
Dabei stehen alle in der Norm definierten Abfragen und Bedingungen zur Verfügung. Diese können etwa dafür herangezogen werden, um eine Menge von der Größe einer gewissen anderen Menge abhängig zu machen und dadurch einen definierten Wert einzusetzen.
Im Demoprojekt "DEMO ABK" finden Sie im LV "DEMO ME M. BEDINGUNGEN" eine Mengenermittlung, worin alle Möglichkeiten demonstriert werden.

Die ÖNORM A2063:2021-1 erlaubt es nun Leistungsbeschreibungen und Leistungsverzeichnissen, mehr als eine Parameterliste aufzuweisen.

Somit ist es nun möglich, etwa in Kalkulationsansätzen mit mehreren Parameterlisten gleichzeitig zu arbeiten und diese auch am ÖNORM-Datenträger zu transportieren.

Die ÖNORM A2063:2021-1 unterscheidet Vertragsanpassungen und Zusatzangebote strenger als es bislang der Fall war. Dieser Umstand wurde in der ABK-Bauabrechnung entsprechend abgebildet.
Vertragsanpassungen, also vom Auftraggeber sofort beauftragte Änderungen, werden nun mit dem Präfix "V" und einer fortlaufenden vierstelligen Nummer versehen - parallel zu den "klassischen" Zusatzangeboten/-aufträgen.
Dies schlägt sich auch im Datenträgeraustausch nieder - somit findet nun eine saubere Trennung und Unterscheidbarkeit zwischen Vertragsanpassungen und Zusatzangeboten statt.

Gemäß ÖNORM A2063:2021-1 wird bei Zusatzangeboten nun zwischen beauftragten und beantragten Mengen sowie Preisanteilen unterschieden. Wird etwa die vom Auftragnehmer beantragte Menge vom Auftraggeber nur in reduziertem Umfang beauftragt, bleibt die ursprünglich beantragte Menge erhalten.
Je Position wird nun auch die Summe der noch offenen beantragten Mengen sowie die Summe der insgesamt beantragten Mengen angezeigt.
Somit bleiben Differenzen zwischen den beantragten und beauftragten Mengen jederzeit nachvollziehbar.

Eine der frappierendsten Neuerungen der ÖNORM A2063:2021-1 betrifft die Handhabung von Abrechnungsmengen im Ausmaßblatt der ABK-Bauabrechnung. Es werden nun die ursprünglich vom Auftragnehmer geforderten und die, im Rahmen des Korrekturmodus veränderten, korrigierten Mengen beiderlei gespeichert und auch am ÖNORM-Datenträger transportiert.
Somit ist auch hier eine jederzeit transparente Gegenüberstellung und Nachvollziehbarkeit gegeben.
Darüber hinaus gibt es mit der "Abrechnungs-ID" nun eine normgerechte GUID (Global Unique Identifier), die jede Aufmaßzeile einzeln identifiziert und in sämtlichen Abrechnungen einzigartig macht. Dies ergibt eine nochmals weitaus größere Sicherheit beim softwareübergreifenden Austausch von Abrechnungsdaten.

Die ÖNORM A2063:2021-1 erlaubt es nun, Rechnungen ohne Ausmaßblätter anzulegen. Bislang wurden die Rechnungsbeträge immer aus den zugeordneten Ausmaßblättern und den darin enthaltenen Abrechnungspreisen ermittelt. Nun aber können Rechnungsbeträge frei eingegeben werden, etwa für Akontorechnungen.
Der Austausch von ÖNORM-Datenträgern funktioniert auch mit dieser Methode wie gewohnt.

Neuerungen in BIM

In der Auswertung "Kosten nach Komponenten" ist es nun möglich, die Positionsmengen nach AVA-Elementen aufgeteilt auszugeben. Dabei wird für jedes Element, worin eine Position vorkommt, die Positionsmenge einzeln angeführt.
Nach der Überleitung in ein Leistungsverzeichnis wird dies auch in der Positionsmengenermittlung fortgeführt. Dabei wird dort die Elementmenge mit der anteiligen Positionsmenge multipliziert, wodurch in Summe die gesamte LV-Positionsmenge errechnet wird.
Zudem wird mittels der "Referenz-ID" ein Rückschluss auf jenes AVA-Element, woraus die Berechnung stammt, festgehalten. Damit ist der Grundstein für künftige Entwicklungen, wo eine direkte Verbindung zwischen der Position und dem Gebäudemodell möglich sein wird, gelegt.

Neuerungen in der Büroorganisation

In der ABK-Zeiterfassung kann nun jeder Eintrag mit einem Dienstort versehen werden. Dabei wird zwischen "Office", "Home Office", "Dienstreise" und "undefiniert" unterschieden.
Somit ist es möglich, nachvollziehbar zu protokollieren, wann welche Tätigkeiten wo ausgeführt wurden.
Zudem gibt es im Druck "Stundenliste" eine Zusammenstellung, wie viele Tage bzw. Stunden an welchem Dienstort gearbeitet worden ist. Das kann besonders dann praktisch sein, wenn etwa ein Nachweis über die Home Office-Tage eines Monats benötigt wird.

Im ABK-Rechnungswesen steht nun ein überarbeiteter Prüf- bzw. Rechenlauf zur Verfügung. Neben der Auswahl des zu prüfenden Jahres sowie der zu prüfenden Belegarten können dabei auch weitere Prüfoptionen hinzugezogen werden.
Alle dabei eruierten Fehler und Warnungen werden in einer übersichtlichen Tabelle angezeigt. Dabei ist es in manchen Fällen sogar möglich, die Software eine automatische Korrektur vornehmen zu lassen.

Eine übergeordnete Stelle muss sich um die BIM-Elementkataloge kümmern.

04.11.2021

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